Sexualität

Pierre Lepori

* Olivier wandte sich von allem ab: von der Ehefrau, dem Sohn, der allzu geliebten Schwester, getrieben von einer dunklen, nie begangenen Schuld. Hinter sich hat er eine Familie und eine Sprache gelassen, hat im Exil, in Paris, gelebt.

Doch eines Tages erhält Laura einen Brief von ihrem Bruder: Er will seinen Sohn Michele wiedersehen. Der ausgewählte Ort ist ein Ort in der Mitte, Genf, windig und fremd. Hier wird nach einer Antwort, nach Erlösung gesucht. Zwischen schwankenden Identitäten, verschiedenen Heimaten und uneingestandenen Ängsten versuchen die Figuren von Pierre Lepori verzweifelt, sich wiederzufinden und – einmal mehr – davon abzulassen, sich zu verletzen und zu flüchten.

Den Ungewissheiten seiner Figuren folgend, erscheint dieser Roman, als absolutes Novum, gleichzeitig in drei verschiedenen Verlagen, die italienische Ausgabe bei Edizioni Casagrande, die französische bei Editions d'en bas und die deutsche, die auf der italienischen und französischen Fassung basiert, beim verlag die brotsuppe. Übersetzt hat Jacqueline Aerne.