Geschichte einer Erhebung
In den Bergen entspricht mein Status dem eines Haustiers. Man nimmt mich mit hinauf, um mich nicht allein zu Hause zu lassen.
Sie hatte alles in einem Heft aufgeschrieben – die große Geschichte von der Erhebung der Alpen, wie sie der eigenartig-skurrile Bergführer erzählt hat, und die kleine Geschichte ihrer eigenen Erhebung gegen den Führer und die Wandergruppe, sie, die untrainierte Städterin, Schriftstellerin ihres Zeichens, die die Strapazen am dritten Tag der neuntägigen Wanderung – vorübergehend – nicht mehr ertragen will. Die Wanderung in der Gruppe, die sich zugleich gut versteht und nicht so gut, ist geprägt von den durchquerten Landschaften, Gipfelbesteigungen inklusive, von der Anstrengung, von Hitze und Regen, vom Gewicht des Rucksacks, dem engen Zusammensein in den Alphütten. Die Erzählerin vermischt dabei ihre eigenen Erinnerungen – die ersten Skikurse, die von der Familie gemieteten Ferienwohnungen – mit den imaginierten Erinnerungen von »Drops«, eines liebenswerten, versteinerten Lebewesens.
Pressestimmen
"Laurence Boissier ist, wie sie schreibt, und sie schreibt, wie sie ist. Hoch reflektiert, skurril, distanziert und warmherzig (doch, doch, das geht zusammen), ohne Chichi, mit einem ausgeprägten Sensorium für die absurden, abstrusen, komischen Seiten der Menschen", schreibt Hans Durrer, hier.