Allegra

Philippe Rahmy

London, Sommer 2012. Die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele laufen auf Hochtouren. Abel, ein vielversprechender junger Trader und Vater einer kleinen Tochter, irrt durch die Stadt. Er hat gerade alles verloren.

Lizzie, mit der er zusammenlebt, hat ihn aus der Wohnung geworfen, sein Freund und Mentor Firouz ihm die Stelle in der Bank gekündigt, die er ihm zuvor verschafft hatte.

In einem schäbigen Hotel, mitten unter Randständigen, Flüchtlingen und Migranten, versucht Abel, sich wieder zu fangen.

Abel verändert sich, baut sich wieder auf. Er will sein Schicksal in die Hand nehmen. Mit einem Sprengsatz nähert er sich dem Gelände der Olympischen Spiele.

Welchen Preis muss Abel zahlen, um wieder der zu werden, der er war?

»Allegra von Philippe Rahmy ist ein frenetisches Werk, in dem die Gewalttaten unserer Zeit vor der Kulisse eines düsteren und harten Londons aufeinandertreffen. Hochfinanz, Macht, soziale Unsicherheit, verhinderte Identitäten, Radikalitäten, Terrorismus, Liebe, Trauer und Wahn. Die Hauptfigur Abel durchlebt diese Welten wie Zerreissproben. Das romanhafte Spiel gleicht einem vermeintlich ausweglosen Labyrinth und die intensiven, ungebändigten und ausdrucksstarken literarischen Bilder brennen sich dauerhaft ins Gedächtnis der Lesenden ein.« (Eidgenössische Jury für Literatur)

»Wer schreibt, will das Tier in sich zum Schweigen bringen«, schreibt Rahmy im Reiseroman Die Panzerung. In Allegra wird Abel durch die Hölle gehen, bevor er wieder zum Menschen wird.

Übersetzt aus dem Französischen hat erneut Yves Raeber.

Pressestimmen

Den Lesetipp von literaturschweiz.ch finden Sie hier.
Das Bundesamt für Kultur anlässlich des Schweizer Literaturpreises 2017 für das französische Original hier.

Auszeichnungen

  • Schweizer Literaturpreis 2017