PLUS 1,5 GRAD CELSIUS

Francesco Micieli

»In solch traumhafter Schwebe und doch entschiedener Dringlichkeit hat bisher wohl noch kein literarischer Text die Verwüstung der Lebensbedingungen auf unserem Planeten angesprochen. Junge Menschen aus allen Erdteilen, die meisten geflüchtet, einige hier aufgewachsen, bringen ihre unterschiedlich erlebten Besorgnisse um das Fortbestehen der Erde, der Menschen, der Tiere, der Wälder zur Sprache. ›Nicht ideologisieren, sondern poetisieren‹, lautet ihre Devise. Die teils geheimnisvollen, teils eingängigen, immer aber inspirierenden Äusserungen vereinigen sich zu einem mehrstimmigen Blues, in dem die melancholische Klage über die zerstörerischen Kräfte sich mischt mit dem nachdrücklichen Bemühen, etwas Neues zu schaffen – sofort. Der Chor der Stimmen hält fest, was zu tun ist, macht im Wortsinn von ›manifest‹ sichtbar, wie der wachsenden Bedrängnis zu begegnen wäre, ermutigt zum Widerstand. Der erste Satz des im Verlauf des Textes allmählich entstehenden Manifests lautet: Wir wollen eine gute Welt für alle. Mit alle meinen wir alle!« Daniel Rothenbühler

Pressestimmen

Cornelia Hüsser (Phosphor Kultur, 31.5.23) schreibt, Micieli "schafft ein Kaleidoskop der Klimaangst: Seine Figuren – jung und aus aller Welt – kommen zusammen, weil sie für die Welt keine Zukunft mehr sehen." Lesen Sie hier.
Und die Playlist, die Phosphor Kultur passend zum Buch erstellt hat, hier.
Kompakt rezensiert hat auch die P.S.-Zeitung, die kleine linke Wochenpublikation für Politik und Kultur im Raum Zürich, hier.
Ein Video-Porträt von Buch und Autor bei »Sprachen machen Leute« (Dresden, Juni 2023), gibt es hier.
Und die Buchbesprechung, angetan, von Regina Füchslin hier.
Für die Dresdner Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE hat Axel Helbig rezensiert: "Francesco Micielis Roman ideologisiert nicht, er poetisiert. Seine Poetik lässt dem Leser viel Raum für eigene Gedanken. Vieles wird nur angedeutet. In eindringlichen Bildern wird das Anrecht auf eine Welt ohne Umweltzerstörung angemeldet."